GF32 Juli 2018

Integrationshilfe kooperiert mit Ausbildungscampus – Stadt reaktiviert Unterkunft

Die ehemalige Flüchtlingsunterkunft an der Sillenbucher Gorch-Fock-Straße 32 („GF 32“) wird wieder reaktiviert. Sie wurde bisher vom Sozialamt im „Stand by“-Modus gehalten. Seit der letzen Juli-Woche wird sie für Notfälle bereit gehalten. Belegt werden soll sie allerdings nur, wenn die Stadt unvorhersehbaren Platzbedarf verspürt. Beispielsweise bei Obdachlosigkeit nach Gebäudeschäden in Sozialunterkünften oder bei kurzfristigem Familiennachzug größerer Familien.

Die Unterkunft an der Gorch-Fock-Straße ist wieder komplett möbliert – mit Stockbetten für insgesamt 48 Personen. Die Versorgungscontainer mit Küche, Sanitärräumen und Waschmaschinen vor der ehemaligen Schule sind wieder angeschlossen, so dass die Unterkunft bei Bedarf wieder in vollem Umfang genutzt werden kann.

Die Ehrenamtlichen der Integrationshilfe Sillenbuch mussten deshalb die für ihre Flüchtlingsberatung und EDV-Kurse von der Stadt zur Verfügung gestellten Räume in der „GF 32“ ausräumen. Glücklicherweise stehen aus der Zeit der Flüchtlingsunterkunft auf dem Gelände noch zwei gespendete Bürocontainer zur Verfügung, die sofort technisch ausgestattet und möbliert werden konnten. So kann die Integrationshilfe vor Ort weitermachen. In einem Container finden die EDV-Kurse statt, der andere steht für berufs- und ausbildungsorientierte Beratungsgespräche zur Verfügung.

Glück im Unglück war der zeitliche Zufall, dass die Integrationshilfe offiziell Kooperationspartner des Ausbil­dungs­­campus’ an der Jägerstraße 14 in Stuttgart wurde. Dort steht ihr nun auch ein Raum für Berufsberatungen mit Asylbewerbern zur Verfügung. Constanze Nusser von der Integrationshilfe Sillenbuch hält ab sofort einmal wöchentlich auch in einem Campusbüro an der Jägerstraße Berufsberatungen ab. Schulungen mit mehreren Teilnehmern werden die Sillenbucher Integrationshelfer ebenfalls beim Ausbildungs­campus in der Innenstadt abhalten können. Dafür reichen die Kapazitäten in Sillenbuch nämlich nicht mehr aus.